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WSOP 2009: Der Main Event

Alles ein bißchen besser

Stefan Hachmeister
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10.10.2009, 08:46 Uhr Stefan Hachmeister (wp, jeb)

Die vierzigste WSOP fand am 3. Juli 2009 mit der Weltmeisterschaft im No-Limit Texas Hold'em ihren Höhepunkt. Das am höchsten dotierte und wichtigste Pokerturnier der Welt wurde in diesem Jahr von seiner Struktur her noch etwas verbessert.

Der Main Event
Gab es letztes Jahr für die 10.000 USD Buy-in noch 20.000 Startingstack, so wurde dieses Jahr auf 30.000 erhöht. Bei zwei Stunden-Levels und einer ausgesprochen langsamen Blindstruktur sollte das Pokerkönnen stärker im Vordergrund stehen. Gespielt wurde über acht Tage, wobei Starttag eins gleich viermal gespielt wurde und Starttag zwei in A und B aufgeteilt wurde. Am 15. Juli sollten dann die letzten neun Akteure feststehen, die im November wiederkommen dürfen, um den Weltmeister unter sich auszuspielen.

Der vierzigste Main Event war mit 6.494 Teilnehmern zugleich der drittgrößte, welcher je gespielt wurde. Zwar waren es genau 350 Spieler weniger als im Vorjahr, doch konnte sich die Zahl sehen lassen. Das Gesamtpreisgeld von 61.043.600 USD wurde auf die besten 648 Plätze verteilt, auf den neuen Weltmeister wartet eine stolze Summe von 8.546.435 USD und das mittlerweile 732. Bracelet der WSOP-Geschichte.

Main Event Tag 1a

Mit 1.116 Startern waren es einige weniger als erwartet, doch war der Amazon bis auf den letzten Platz gefüllt. Einige mussten sogar noch im benachbarten Brasil Room Platz nehmen. Da es aber nicht so viele Spieler waren, wie die Veranstalter angenommen hatten, entschied man sich, dass statt fünf Level nur vier gespielt werden sollten. Unter den Startern war natürlich eine große Anzahl deutschsprachiger Spieler.

Hier nur eine kleine Auswahl der Bekanntesten: Sandra Naujoks, Katja Thater, Johannes Strassmann, Michael Keiner, Martin Kläser, Dragan Galic, Daniel Zink, Benjamin Spindler, Ivo Donev, Holger Karnisch, Marc Gork, Tim Kalmeyer, Tobias Reinkemeier und Felix Osterland, der im letzten Jahr mit Platz 38 bester Deutscher war.

Sie alle schafften den Sprung in Tag zwei, wie auch Alex Jalali, der allerdings nur noch 6.325 Chips von seinen 30.000 Startingstack retten konnte. Nicht so gut erging es unserem Bracelet-Gewinner Jörg Peisert und dem Zweitplatzierten des 1.500 USD Pot Limit Hold'em Event, Marc Tschirch, die beide schon früh ihren Platz räumen mussten. Auch für unsere Poker Amigos Jan Heitmann und George Danzer lief der Main Event alles andere als nach Plan.

George erwischte einen beispiellosen Fehlstart. Er raiste vom Cut Off mit 10 Pik, 7 Pik, und der Big-Blind-Spieler bezahlte. Nach dem Flop von 10 Herz, 10 Kreuz, 7 Kreuz checkraiste George, doch der Big Blind blieb dabei. Der Turn war ein J Herz, und jetzt checkraiste sein Gegner, worauf George callte. Nach dem River von 5 Karo setzte Georges Gegner noch mal Pot Size und unser Amigo callte. Sein Gegenüber zeigte tatsächlich J Pik und 10 Karo für das bessere Full House und George blieben nicht mehr viele Chips über. Diese riskierte er dann mit Pocket Jacks und lief in die Pocket Kings von Thayer Rasmusson.

Der Main Event
Christian Heich, D, Platz 166, 36.626$
Für Jan lief es ähnlich: Alles ging schief. Höhepunkt war, als er einen frischen Starbucks-Kaffee über seinem Tisch verteilte, sodass dieser evakuiert werden musste. Ausgerechnet an den Tisch, wo schon George sein Ende gefunden hatte, ging die Reise von Jan. Und auch unser zweiter Amigo fand hier sein jähes Ende. Für die Achterbahnfahrt des Tages sorgte der in Bad Oeynhausen geborene und jetzt auf Gran Canaria lebende Mark Sander. Er hatte schon nach Level zwei fast den Chiplead mit über 100.000 Chips. Doch dann ging es bergab und in der letzten Hand des Tages verlor er auch noch seine Pocket Asse, sodass ihm Tag zwei verwehrt blieb.

Die verrückteste Hand der diesjährigen WSOP spielten der Deutsche Patrik Danzer (mit George Danzer nicht verwandt) und Christian Jeppsson. Als das Board von 5 Pik, 7 Herz, A Herz, 10 Herz, J Herz liegt, ging Christian All-in und Patrik hatte mit 8 Herz, 9 Herz einen einfachen Call. Doch sein Straight Flush reichte nicht gegen K Herz, Q Herz und den Royal Flush von Christian. Nur gut, dass Patrik zuvor verdoppelt hatte, so blieben ihm noch Chips übrig. Tag eins konnte er sogar noch im Average abschließen.


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