Everest 6 in Las Vegas
Krimi im Finale – 6 in Vegas
Es war Anfang Mai, als erste Infos über die neue Everest Poker Promotion "6inVegas" (www.6invegas.com) im Vereinsforum der Poker Dynamites (www.pokerdynamites.net) auftauchten. Das beste Team bestehend aus sechs Spielern aus dem deutschsprachigen Raum sollte ein Las Vegas & WSOP Package im Wert von 18.250 US-Dollar gewinnen. Das Finale.
Dem Freeroll-Wettbewerb folgten zwölf Dynamites und es wurden je zwei Teams ins Rennen geschickt. Beide Teams hatten sich im Laufe mehrerer Online-Turniere, an denen 35 Teams teilnahmen, für das Live-Semifinale (20 Teams) im Montesino Pokertainmentcenter qualifizieren können, bei dem das beste österreichische Team ermittelt wurde. Eines der beiden Poker Dynamites Teams konnte hier gewinnen. Das Team des Führenden der APSA-Bundesliga powered by Casinos Austria vertrat nun Österreich von 5.- 7. Juni 2009 im länderübergreifenden Finale im Alpine Palace in Saalbach Hinterglemm.
Die vier Teams lieferten sich in drei Vorrunden-SNGs mit jeweils acht Spielern, einer Heads-Up- Runde und einem finalen Multitable-Turnier einen heißen Kampf um das Las Vegas Package. Während die ersten beiden Abschnitte zur Festlegung der individuellen Startstacks für das Finale herangezogen wurden, diente das shorthanded MTT dazu, die Platzierungen der Teams auszuspielen. Ähnlich der Struktur bei den Events in der UK Premier League, erspielten die Teilnehmer Punkte für ihr Team bei maximal flacher Punktestruktur (Gewinner 24 Punkte, Zweiter 23 Punkte, etc.).
Dieses System zwang die Spieler, eine eher ungewöhnliche Art von Poker zu spielen, geprägt von taktischen Elementen, die in normalen Turnieren atypisch sind: Teamplay. Nach der offiziellen Begrüßung durch Everest Poker und einem gepflegten, fünfgängigen Dinner sicherte sich Österreich am Freitagabend durch eine kompakte Leistung in den Sit&Gos (aber ohne Einzelsieg) die Chipführung (jeweils 11000 Chips) vor den Schweizern (9400) und den beiden deutschen Teams (Deutschland 2 – 8500, Deutschland 1 – 7100). In den Heads-Ups konnten die Schweizer mit vier gewonnen Duellen leicht aufholen, während Deutschland 2 etwas zurückfiel.
Das finale MTT wurde dann zu einem wahren Krimi. Bis zum von taktischen Diskussionen geprägten Dinnerbreak (Ende Level 9) verlor einzig das Team von Achim Grimm und Stefanie Bergener (Deutschland 2) 4 Spieler, hingegen hatte Österreich mit noch 5 Akteuren bei 15 verbliebenen Spielern die besten Chancen auf den Gesamtsieg.
Nach dem Zusammenlegen auf 2 Tische verloren vor allem die Schweizer (ohne Finaltischteilnehmer) und auch die Dynamites Spieler, sodass sich am Final Table eine interessante Konstellation ergab. Das Team Deutschland 1 rund um Kapitän Stefan Schuettler hatte mit noch drei Spielern die Möglichkeit, Österreich (2 Spieler) genau dann einzuholen, wenn die beiden Dynamites als Erste (auf Platz 5 und 6) busten und sie selbst die Plätze 1-3 vor dem letzten Akteur von Deutschland 2 belegen.
Nach 20 Minuten war alles vorbei. Bednorz pusht mit 44 in die Jacks von Grath, bekommt aber vom Board keine Hilfe und die Dynamites gewinnen damit schon im ersten wichtigen Showdown am Finaltisch das Las Vegas Package. Letztendlich nimmt Ulf-Helmut Rieder die 4 verbliebenen Spieler nacheinander vom Tisch und sichert sich den Tagessieg und einen Sideevent Buy-In für WSOP Event 54. Österreich mit Teamkapitän Agry Zarza und Ulf-Helmut Rieder, Martin Ohde, Martin Grath, Nikolas Wageneder und Michael Himmel siegt mit 92 Punkten vor dem Team Deutschland 1 (82), der Schweiz (71) und Deutschland 2 (55).
Die Las-Vegas-Erlebnisse der Dynamites können in deren Blog (www.pokerdynamites.net/blog) nachgelesen werden.



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